Flächensuche:
Weit häufiger als die Trümmersuche, kommt die Suche nach vermissten Personen (des orientierte Personen, vermisste Kinder, Suizidal gefährdete Personen ) vor. Immer dann, wenn ein Anhaltspunkt besteht, dass sich die Personen in einem bestimmten Gebiet (Wald, Felder usw.) aufhalten könnten, sollten Flächensuchhunde eingesetzt werden.
Der Flächensuchhund wird ausgebildet um lebende Personen zu suchen und finden. Flächensuchhunde sind sogenannte Hochwindsucher. Sie brauchen keinen individuellen Geruch der zu suchenden Person, um diese zu finden. Sie sind so ausgebildet, dass sie ein Gelände auf Grund der vorhandenen menschliche Witterung durchsuchen. Der Hund darf sich bei seiner Arbeit weder von Tieren, anderen Hunden, Spaziergängern oder Sonstigem ablenken lassen.
Zur Durchführung gibt es verschiedene Einsatztaktiken:
Revieren
Der Hund läuft quer zum Wind und zur Laufrichtung des Hundeführers.
Der Hund wird ca.25-30 Meter von der gedachten Mittellinie im ZickZack rausgeschickt.
So deckt der Hund ca. 50-60 Meter Breite ab.
Je nach Witterung, Bewuchsdichte und Suchdauer kann dieses Gebiet verringert oder erweitert werden.

(Mit freundlicher Genehmigung der ASB Rettungshundestaffel München Herrn Norbert Quadflieg)
Wegesuche
Der Rettungshundeführer folgt dem Verlauf eines Weges, Straße oder anderen Linie und schickt seinen Hund gezielt nach einer Seite zur Suche ins Gelände. Der andere Wegesrand wird entweder vom gleichen Rettungshundeteam auf dem Rückweg oder von einem Zweiten, ca. 50 - 100 m versetzt gehendes Rettungshundeteam, abgesucht. Erfahrungsgemäß wird ein Großteil der vermissten Personen relativer nähe von Straßen oder Wegen gefunden.

(Mit freundlicher Genehmigung der ASB Rettungshundestaffel München Herrn Norbert Quadflieg)
Grobsuche
Bei der Suche stoßen wir immer wieder auf die Probleme des dichten Bewuchses, der dann für den Hundeführer nicht mehr begehbar oder einsehbar ist.
Deshalb wird der Hund zur selbstständigen Grobsuche in das Gebiet geschickt.
Der Hund arbeitet selbstständig und, ohne Kontrolle des Hundeführers.
Deshalb erfordert diese Taktik ein hohes Maß an Erfahrung und Arbeitsmotivation des Hundes.

(Mit freundlicher Genehmigung der ASB Rettungshundestaffel München Herrn Norbert Quadflieg)
Kettensuche
Diese Form der Suche kann man wählen, wenn genügend Teams zur Verfügung stehen.
So können mehrere Suchstreifen nebeneinander abgesucht werden.
Dabei bewegen sich die einzelnen Teams auf gleicher Höhe und aus Sicherheitsgründen wird leicht überlappend gearbeitet..

(Mit freundlicher Genehmigung der ASB Rettungshundestaffel München Herrn Norbert Quadflieg)
Punktsuche
Bei der Punktsuche werden schwerpunktmäßig bestimmte Punkte (Bereiche) als Primärsuche abgesucht, z.b. Aussichtspunkte, Sandgruben, Höhlen, Scheunen etc.
Diese Punkte werden gerne von suizidal gefährdeten Personen aufgesucht.
Diese Punkte nennt man dann auch den Hinwendeort.
Parzellensuche
Eine klar durch Wege, Bachläufe oder sonstige eindeutigen Kennzeichnungen begrenztes Gebiet wird durch ein Team abgesucht.
Diese Suche wird in der Regel als Reviersuche ausgeführt.
Das Suchgebiet sollte dem Leistungsstand des Hundes und des Hundeführers entsprechen.
Hanquersuche
Diese Suchform wird hauptsächlich im Bergland genutzt.
Dabei wird das Team den Berg aufwärts absuchen, indem der Hund und Hundeführer diese quer zum Hang machen. Diese Suchform wird mit einer Kettensuche kombiniert.