Wie alles begann
Große römische Molosser zeigten im 17 . Jahrhundert erste Erfolge im Suchen und Finden von vermißten Menschen . Aus diesem Grund versuchten Mönche durch Zucht und gezielte Auslese Wesen und Leistung dieser Hunde enorm zu verbessern . 300 Millionen Riechzellen die der Hund mehr hat als der Mensch waren ausschlaggebend um den Hund in der Richtung des Rettungsdienstes weiter zu entwickeln . Bis lang gelang es der technischen Entwicklung nicht den Hund hier arbeitslos zu machen ! Der Hund formt die Geruchsmoleküle nach seinen Erfahrungswerten zu "Riechbildern" und ist somit in der Lage verunglückte Personen , die Angst und Unsicherheit ausstrahlen , auf eine Entfernung von bis zu 600 m zu riechen und zu orten , bei verschütteten Opfern ist eine Höhe von 7 m der Trümmer kein Problem .
Mehr als ein Hundeleben
Barry vom Grossen St. Bernhard (1800 - 1814) ist der berühmteste aller Hunde, die je den Rettungsdienst auf dem Hospiz versahen. Er wurde bereits zu Lebzeiten zur Legende. Barry soll über 40 Personen das Leben gerettet haben. 1812 geleitete man ihn auf Wunsch des Priors nach Bern, wo er 1814 den Alterstod starb.
Die Geschichten und Legenden über das gottgefällige Rettungswesen der Mönche auf dem Grossen St. Bernhard, über die Hospizhunde und über den berühmten Barry mehrten sich im Laufe der Jahrzehnte. Zahlreiche Abbildungen in der damaligen Presse trugen das ihre zum Ruhme der Hunde bei. Die letzte urkundlich festgehaltene Rettung datiert von 1897. Heute ist der kurzhaarige Bernhardiner zu gross und schwer geworden, so dass im Lawinensuchdienst leichtere Hunderassen eingesetzt werden. Dem Ansehen der "heiligen Hunde" hat dies allerdings keinen Abbruch getan. Zu Ehren ihrer Ahnen werden noch heute auf dem Hospiz St. Bernhardshunde gehalten.
(Text: Marc Nussbaumer)
Der Sanitätshund oder Rettungshund im Krieg
Der Sanitätshund ist die älteste Art systematisch ausgebildeter und eingesetzter Rettungshunde.
Im Ersten Weltkrieg war er idealer Gehilfe des Sanitätssoldaten, weshalb er diesen Namen erhielt.
Tausende von Verwundeten verdankten damals dem Sanitätshund, der neben dem Meldehund, der Kriegshund schlechthin war, ihre rechtzeitige Rettung. Am Abend, nachdem der Schlachtlärm verstummt war, durchzogen die Sanitätstruppen mit ihren Suchhunden die Kampffelder und suchten nach zurückgebliebenen Verwundeten.
begann man, dem Hund ein sogenanntes Bringsel, ein etwa zehn Zentimeter langes Lederstück, ans
Hundhalsband zu hängen.
Stiess er nun auf einen Verwundeten, nahm er das Bringsel in den Fang,
eilte damit zum Hundeführer und führte diesen anschliessend zu verwundeten Kameraden.
Die Anzeige mittels Verbellen kam aus taktischen Gründen (Lärm) im Krieg nicht in Frage.
Heute hat der Sanitätshund in der Armee ausgedient. Geblieben ist der Sanitätshund im Sportbereich.
(Geschrieben vom Hundesportverein Chur)
Es war die Schweiz, die 1940 einen Schritt in Richtung zivilem Rettungshundewesen unternahm. Ferdinand Schmutz begann mit der systematischen Ausbildung von Lawinensuchhunden und beschrieb diese in dem 1954 veröffentlichen Buch „Mein Hund“.
Der Zweite Weltkrieg begann und der Bedarf an Hunden stieg wieder an. Geeignete Tiere wurden von der deutschen Wehrmacht gegen Bezahlung kurzerhand enteignet. An allen Fronten (jetzt nicht mehr nur auf der deutschen Seite) waren ungefähr 200 000 Hunde, meist Schäferhunde, im Einsatz.
Allein auf der deutschen Seite verstarben 25 000 Hunde.
Es gab nun den Sanitätshund, heute auch Flächensuchhund genannt. Er suchte das Gelände in schneller Revierarbeit nach verwundeten Soldaten ab. Und es gab den Lawinensuchhund, der im Schnee arbeitete.
In den letzten Jahren des Zweiten Weltkrieges fingen die Engländer an, die Hunde auch in Trümmern zerbombter Häuser einzusetzen. Es fing mit einem Zufall an: Eine ältere Dame beobachtete, dass ihr Hündchen (Rasse unbekannt) in den Häusertrümmern verschüttete Menschen aufspürte. Dieser kleine Hund wurde somit der erste „Trümmer- bzw. Katastrophenhund“. Von Oktober 1944 bis zum Kriegsende setzte man mehrere, dem heutigen Wissen nach nicht speziell ausgebildete Hunde, für die Trümmersuche ein. Besonders erfolgreich waren die 3 Schäferhunde „Psyche“, „Rex“ und „Irma“ sowie der Foxterrier „Beauty“ – sie halfen 170 Menschen tot und 35 lebend zu bergen. Sie erhielten die „Dikkin-Medaille des Viktoriakreuzes für Tiere“.
Nach dem Krieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich die Idee des Trümmerhundes auch außerhalb Englands und man machte sich Gedanken über die planmäßige und systematische Ausbildung solcher Hunde. In der Bundesrepublik Deutschland übernahm zunächst der Bundesluftschutzverband (BLSV) in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Zuchtvereine und Gebrauchshundeverbände (AZG) die Ausbildung von Rettungshunden. Es war vorgesehen, jedem Selbstschutzzug einen Rettungshund zuzuordnen. Als 1968 der BLSV in Bundesverband für den Selbstschutz (BVS) umbenannt und umstrukturiert wurde, bedeutete dies das Ende für die Selbstschutzzüge und damit vorläufig auch für die Rettungshunde.
Wiederum in der Schweiz begann man jedoch ab 1968 die Arbeit mit Katastrophenhunden. 1972 wurde vom Schweizerischen Verein für Katastrophenhunde eine Ausbildungsanleitung herausgegeben. Nach und nach entwickelte sich auch in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für Rettungshunde und man erkannte, dass gut ausgebildete Hunde und Führer ein wertvolles Hilfsmittel bei der Ortung vermisster und verschütteter Personen darstellen, auch in Friedenszeiten, beispielsweise bei Bränden, Flugzeugabstürzen, Zugunglücken oder Erdbeben. Insbesondere die erfolgreichen Rettungshundeeinsätze bei Erdbeben 1967 in Italien, 1977 in Rumänien und 1980 in Algerien verstärkten das Vertrauen in die Hunde.
Es herrschte bei den zuständigen Behörden in der Bundesrepublik Deutschland dennoch eine gewisse Technikgläubigkeit vor und man glaubte, mit teuren Ortungsgeräten wesentlich effektiver arbeiten zu können, als mit Hunden. Es waren wiederum Privatleute, die dann (oft als Fortsetzung ihrer Tätigkeit im BLSV/BVS) weiterhin Arbeit mit Rettungshunden betrieben. Die Verantwortung für den Katastrophenschutz lag bei den Ländern und es stand den diversen Rettungshundestaffeln, die sich mittlerweile selbstständig gegründet hatten, frei, sich einer Hilfsorganisation anzuschließen, beispielsweise Technisches Hilfswerk, Feuerwehr oder diversen Sanitätsorganisationen. Außerdem wurden private Vereine für die Rettungshundearbeit gegründet.
Quellen: Wikipedia & „Such und Hilf“ von Wegmann/Heines, Kynos-Verlag